Workshop 1 (Raum: Kurt Frör)

Selfies als Zugang zu anthropologischen und ethischen Themen im RU

Selfies sind aus dem Alltag (nicht nur) von Jugendlichen kaum mehr wegzudenken – und sie polarisieren als Zeitgeistphänomene in geradezu erstaunlichem Maße: Den einen gelten sie als Symbole einer narzisstischen „Generation Selfie“, andere würdigen sie als emanzipatorische Akte und wichtige Elemente menschlicher Identitätsarbeit. Der Workshop bietet die Möglichkeit, über das Selfie-Phänomen ins Gespräch zu kommen und der Frage nachzugehen, inwiefern es zu einem Ausgangspunkt anthropologischer und ethischer Lernprozesse im Religionsunterricht werden kann. Vorgestellt werden Unterrichtsideen und -materialien zu Themen wie Identität & Sozialität, Umgang mit Scham, Glück & Sinn und Regeln für ein gutes Miteinander in der digitalen Welt.

Dr. Tanja Gojny

 

Workshop 2 (Raum: Eckstein)

„Herzlich Willkommen in unserer schönen, neuen Welt!“ – Die Freiheit des Menschen in Dystopien in Film und Literatur

Bestimmen Algorithmen unser Leben? Kennen Google und Amazon uns bald besser als wir uns selbst? Wie viele Likes brauche ich, um mich wertvoll zu fühlen?
Anhand von einigen Beispielen aus Film und Literatur werden unterschiedliche Phänomene beschrieben und untersucht, bei denen es vor allem um die Themen Freiheit, Abhängigkeit, Selbstinszenierung im Netz, Vorherbestimmtsein, Leistungsdenken, gläserner Mensch, Rechtfertigung und Menschenbild geht.
Der Workshop will – in Anbindung an entsprechende Lehrplanthemen hinsichtlich Medienkompetenz, Anthropologie und Ethik – einzelne Schlaglichter von fortschreitender Digitalisierung und Social Media herausstellen.

Annegret Schneider-Ibisch, Nadine Treu

 

Workshop 3 (Raum: Gisela Harupa)

Du sollst nicht…!? – Die 10 Gebote einer digitalen Ethik

Die Omnipräsenz der sozialen Medien, gerade in der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen, und die damit verbundenen negativen Begleiterscheinungen wie Cybermobbing, Hate-Speech und Co. werfen die Frage auf, wie ein angemessener Umgang miteinander in der digitalen Welt aussehen kann. Ein Versuch, diese Frage zu beantworten, stellen die „10 Gebote einer digitalen Ethik“ dar, die von der Hochschule der Medien in Stuttgart formuliert wurden. Im Rahmen des Workshops wollen wir uns mit den Ideen hinter diesen Geboten intensiver beschäftigen und zugleich mit Blick auf den schulischen Alltag Möglichkeiten einer Verwendung im Unterricht durchspielen (z.B.G8 Ev11.1; LP+ ER9.1).

Dr. Christoph Lange

 

Workshop 4 (Raum: Eberle)

Wiki und die starken Schüler – Virtueller Kirchenbau

Im Workshop werden zwei digitale Unterrichtsbausteine vorgestellt und gerne auch diskutiert, die im RU (aber auch in anderen Fächern!) Anwendung finden können: Mittels „Minecraft“ bauen Schüler ganze Kirchen selbst und präsentieren sie der Klasse; mit der Plattform „wikia“ lassen sich ohne Anmeldung der Schüler schnell Wikis zu den unterschiedlichsten Themen anlegen (garantiert mebis-frei!).
Letztere Methode kann im Workshop gleich ausprobiert werden, sofern ein eigenes Endgerät mitgebracht wird.

Josef Last

 

Workshop 5 (Raum: Abenberger)

„Stress lass nach“ – Professioneller im Lehrberuf durch kollegiale Beratung

Lehrer/-in sein ist anstrengend. Es erfordert sehr viel Konzentration, trotz schüleraktivierender Methoden wie Lernzirkel, Portfolio, Lern-Apps und Co. Als Lehrkraft ist man immer in Kontakt mit anderen, mit Menschen, die einen herausfordern. Jugendliche können dies (real, nicht nur virtuell und wegklickbar), aber auch Eltern, Kolleginnen und Kollegen. Nicht immer weiß man sofort, wie man reagieren soll, oder man reagiert und ist hinterher nicht zufrieden mit dem eigenen Verhalten. Manchmal hinterfragt man auch seine berufliche Rolle oder sein Zeitmanagement. Das sind Beispiele für eine kollegiale Fallberatung. Sie nutzt das Potenzial einer Gruppe und einen klar strukturierten Ablauf, um Probleme zu reflektieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Der Workshop bietet Gruppensupervision bzw. kollegiale Beratung zum Kennenlernen an mit anschließender Reflexion.

Rosemarie Mutschler

 

Workshop 6 (Raum: Rimini)

Wie die Digitalisierung die Welt, unser Leben und die Schule verändert.

Inwieweit verändert die Digitalisierung die Art und Weise, wie wir denken, fühlen, handeln, glauben und kommunizieren?
Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung für den Religionsunterricht?
Die individuellen und sozialen Implikationen der Digitalisierung im Kontext einer spätmodernen „Gesellschaft der Singularitäten“ werden zunächst anhand einer PREZI Präsentation im Plenum erläutert und medial veranschaulicht.
In einem zweiten Schritt werden spezielle Aspekte der Digitalisierung im Horizont von Glauben, Theologie und Religionsunterricht in Gruppenarbeit vertieft reflektiert.

Quirin Gruber

 

Workshop 7 (Raum: Schopper)

Evangelische Religionslehre (auch) mit digitalen Medien

Unterrichtsqualität lässt sich nicht durch Stromverbrauch messen. Dieses Workshop-Angebot überträgt daher empirisch ermittelte Einflussgrößen auf den Lernerfolg auf die praktischen Gestaltungsmöglichkeiten von Lehr- und Lernsituationen mithilfe digitaler Medien – und überprüft so gängige Marketing-Versprechen und geläufige Thesen selbsternannter Innovatoren aus der Perspektive der pädagogischen Psychologie.
Neben einem Überblick über statistisch vielversprechende, aber auch überschätzte Bereiche des digital unterstützten Lernens erwartet Sie eine Einführung in exemplarische (und vor allem einfache!) Umsetzungsmöglichkeiten besonders vielversprechender Ansätze durch digitale Werkzeuge. Anschließend können Sie die vorgestellten Optionen zur Gestaltung Ihres Religionsunterrichts mithilfe digitaler Medien (an ihrem eigenen Smartphone bzw. Tablet oder an zur Verfügung gestellten Geräten) selbst ausprobieren und für sich bewerten.

Michael Wallner

 

Workshop 8 (Raum: Angermeyer)

Padlet und Pixilation – Zwei kreative digitale Methoden für den (Religions-)Unterricht!

In diesem Workshop werden zwei kreative digitale Methoden kurz vorgestellt, exemplarisch eingeführt und anschließend ausprobiert (eigener Laptop notwendig!).
Beide Methoden können neben dem Religionsunterricht auch in vielen anderen Fächern sinnvoll eingesetzt werden.
Padlet: Das analoge Plakat, gestaltet mit Stift und Klebestift, gehört der Vergangenheit an. Die Schülerinnen und Schüler können mit Padlet parallel an ihrem digitalen Plakat arbeiten (Computerraum oder von Zuhause) und ihr Plakat auf vielfältigste Weise gestalten und präsentieren.
Pixilation: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Pixilation auf kreative Weise mit beliebigen Themen auseinander. Pixilation ist eine Filmproduktion durch Einzelbildschaltung. Mehrere in Reihe geschaltete Bilder ergeben einen Film, der Unglaubliches möglich macht! Die Methode kann mit dem eigenen (Schüler-)Smartphone oder Tablet (idealerweise mit Stativ) durchgeführt werden.

Benedikt Markert