Die Jahrestagung 2022 fand in Präsenz statt. Die Warteliste, die aufgrund der Teilnehmerbeschränkung leider notwendig war, ist vollständig abgearbeitet. Wir freuen uns, dass alle Interessierten einen Platz bekommen konnten.

„A rich men’s world?“ – Soziale Gerechtigkeit als Herausforderung

Ob soziale Konflikte entstehen oder der gesellschaftliche Zusammenhalt stabil bleibt, hängt auch in der Schule oft von der Wahrnehmung eines gerechten sozialen Gefüges ab. Wenn der Kontostand der Eltern die Teilnahme am Schüleraustausch oder dem Skikurs einschränkt, wenn Kinder in ihren Familien kein sicheres Umfeld zum Lernen und Aufwachsen finden, und wenn schließlich Kleidung, Handy und Taschengeld die Ungleichheit sichtbar machen, tritt gefühlte und reale Benachteiligung zu Tage und verlangt zwangsläufig einen adäquaten Umgang damit. Hinzu kommt, dass oft unterschiedliche Empfindungen und Gerechtigkeitsvorstellungen nebeneinander stehen. Wie können wir mehr Gerechtigkeit herstellen, ohne dabei den Blick nur auf Soll und Haben zu richten?

Zum Einstieg in die Tagung beleuchten wir die Situation der Schülerinnen und Schüler, die unter sozialer Ungleichheit leiden: Welche Lebensbedingungen und Zukunftschancen haben Kinder und Jugendliche, die in prekären Verhältnissen aufwachsen? Welche Rolle spielt dabei das schulische Umfeld?

Anschließend fragen wir danach, was Gerechtigkeit aus theologischer Perspektive bedeutet und welche Möglichkeiten christliches Handeln im Spannungsfeld von Arm und Reich bietet. Dabei soll auch geklärt werden, welche Rolle der Kirche im politischen Prozess zukommt und welche Aufgabe der Religionsunterricht dabei spielen kann.

In einem weiteren Schritt beleuchten wir aus soziologischer bzw. philosophischer Sicht die Frage, inwiefern Reichtum ein moralisches Problem darstellt. Welche politischen Veränderungen sind notwendig hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit – auch im Konflikt mit ökologischen Interessen?

Zum Zeitplan

Zu den Workshops