„Das Kreuz mit dem #hashtag – Religion im digitalen Zeitalter“

Segensroboter, Sublangottesdienst und Beten per App – so kurios diese Erscheinungen auch zu sein scheinen, sie zeigen, wie sich christlicher Glaube und Religiosität in der digitalen Welt widerspiegeln. So wirft die fortschreitende Digitalisierung nicht nur die Frage auf, inwiefern sich Kommunikationsformen und religiöse Praxis verändern, sondern auch ob der Mensch in einer algorithmisierten Wirklichkeit sein Verhältnis zu sich, zur Welt und zu Gott in anderer Weise wahrnimmt und gestaltet.

Zum Einstieg in die Tagung beleuchten wir den Raum, den Medien in unserem Alltag einnehmen. Sie können zum „sozialen Raum“ werden, in dem wir uns täglich bewegen, den auch Kirche für sich entdeckt. In diesem Zusammenhang wollen wir das neue „Medienhaus“ eröffnen, das mit EMZ, GPM und Materialstelle des RPZ alle Medienkompetenzpartner für den evangelischen Religionsunterricht an einem Ort bündelt.
Anschließend gilt es, mit Blick auf die Praxis danach zu fragen, welche didaktischen und medienpädagogischen Aspekte gerade für den Religionsunterricht eine Rolle spielen und wie in diesem Zusammenhang Medienbildung gelingen kann. Inwiefern können digitale Räume eine religiöse Dimension annehmen? Wie kann diese unseren Schülerinnen und Schülern geöffnet werden?
In einem letzten Schritt fragen wir nach einer Verhältnisbestimmung aus systematisch-theologischer Sicht: Wie treten analoge und digitale Wirklichkeit miteinander in Beziehung und wie beeinflussen sie sich dabei? Welche Auswirkungen hat dies auf die Frage nach Gott, Mensch und Welt?